Wir hoffen auf die Wiederbelebung des Zeppelins. Bis es so weit ist, fahren wir Luftschiff

Archiv für August 2008
Fahrt mit dem Luftschiff
Verfasst von politlukullus am August 23, 2008
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Wer will einen führungsstarken Bundesrat?
Verfasst von politlukullus am August 15, 2008
«Ich, der einfache Bürger!», sagt Fässler. «Wer, wenn nicht die Landesregierung, kümmert sich sonst um die langfristigen Interessen der Schweiz? Natürlich schränkt die direkte Demokratie jede Regierung ein, doch auf diesem begrenzten Terrain soll sie so stark wie möglich sein.»
Wir können Fässler nur zustimmen.
Gleichwohl, Bern ist nicht Luzern, bekam er immer wieder zu hören. Stimmt, sagt Fässler. Das Regieren im Bund ist schwieriger, allein schon der Medien wegen, die jeden einzelnen Bundesrat aus der Nähe zu beleuchten suchen und nicht nur die Fassade des Gremiums. Und doch bleibt er dabei, dass die heutige Führungsschwäche nicht am System liegt, sondern am Personal.
Die Schweiz wird von einen führungsschwachen Bundesrat regiert. – Und das haben wir einem Brozac verdorbenen, einem bekifften, einem mit Antidepressiva überversorgten Parlament zu verdanken.
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Tracy Emin, die anstössige Diva
Verfasst von politlukullus am August 13, 2008
Sie ist exzentrisch, die Britin Tracey Emin, und zur Zeit die grösste Diva der Kunstszene. Sie kennt nur ein Thema: sich selbst und dieses feiert sie mit einer Show in Edinburgh.
„Tracey Emin 20 Years“ heißt die Ausstellung, mit der sie eine Art Dienstjubiläum zelebriert. Rechnerisch stimmt da etwas nicht, denn erst vor sechs Jahren beging sie im Stedelijk Museum in Amsterdam „Ten Years Tracey Emin“. Aber was soll’s.
Das Publikum reagiert auf alle Marotten seiner Lieblingsdiva mit Nachsicht. Sie benimmt sich nach dem Geschmack der Öffentlichkeit – das Temperament zu laut, das Dekolleté gern zu tief.
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Wie es Euch gefällt…
Verfasst von politlukullus am August 13, 2008
Sie haben den „richtigen“ Zeitpunkt abgepasst, die Georgier, zur Eroberung Südossetiens und Abchasiens: den Beginn der Eröffnungsspiele der Olympiade in Peking. Alles wäre gut gegangen, wenn Bush und die NATO-Truppen den Georgiern geholfen hätten. – Die Russen haben zurückgeschlagen, die Welt hat sofort aufgeschrieen, die EU-Minister haben eine dringliche Sitzung abgehalten, Sarkozy will EU-Friedenstruppen ins Gebiet entsenden, Micheline Calmy-Rey hat ihre Nothelfer zur Bestandsaufnahme ins Kriegsgebiet entsendet und Roland Jeanneret bittet im Namen der Glückskette um Spenden für den Wiederaufbau der zerstörten Häuser und die Wiederinstandsetzung der Infrastruktur der Aggressoren, deren Jammer groß ist.
Welch tolles Resultat…
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Die Entdeckung des Tages
Verfasst von politlukullus am August 12, 2008
SideEffects funktioniert, aber noch nicht vollkommen. Doch das ist nicht die Entdeckung des Tages. Letzere betrifft alle, die mehr über das politische System der Schweiz wissen wollen. Sie finden sie hier.
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Partielle Mondfinsternis am 16./17.August 08
Verfasst von politlukullus am August 12, 2008
In der Vollmondnacht vom 16. auf den 17. August kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis. Bei diesem Ereignis tritt der Mond teilweise in den Kernschatten der Erde ein. Für einen Beobachter auf dem Mond würde also eine partielle oder eine totale Sonnenfinsternis stattfinden, je nach dem, ob er sich im Kern- oder im Halbschatten der Erde befindet. Die Mondfinsternis beginnt um 20 Uhr 23 und endet um 1 Uhr 57. Der Kernschatten der Erde fällt von 21 Uhr 26 bis 0 Uhr 45 auf den Mond.
Zwar ist eine partielle Mondfinsternis weniger beeindruckend als eine totale, doch ist auch für Laien schon während der Halbschattenphase erkennbar, dass der Vollmond „seltsam“ aussieht, nämlich ungleichmäßig hell. Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten (und auch das Verlassen des Halbschattens) sind kaum zu bemerken. Doch im Bereich des Kernschattens verdunkelt sich die Scheibe des Mondes nahezu vollkommen. Zur Mitte der Finsternis, um 23 Uhr 10, steht der Vollmond immerhin mit 81 Prozent seines Durchmessers im Kernschatten unseres Planeten.
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Anaximander hat SideEffects
Verfasst von politlukullus am August 12, 2008
wieder in Betrieb genommen. Der neue Server scheint fast einwandfrei zu funktionieren.
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Die Prozac-Generation im Schweizer Parlament
Verfasst von politlukullus am August 12, 2008
Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, ich weiß nur, dass ich seit Dezember 2007 jegliches Vertrauen in unser Parlament verloren habe, was dieses im laufenden Jahr bisher auch gerechtfertigt hat. Die Bilder der grölenden Schweizer Parlamentarier anlässlich der Blocher-Abwahl haben sich in die Netzhaut meiner Augen gebrannt. Dass Blocher abgewählt wurde, kann ich verstehen: Wer nur durchschnittlich begabt ist und sich nicht eben durch Fleiß auszeichnet, kann einen Blocher neben sich nicht dulden, weil letzter die übliche Durchschnittlichkeit überragt.
Lange Zeit habe ich versucht, herauszufinden, was mit diesen Parlamentariern, die sich jede Blöße, die sich geben können, geben. Schließlich habe ich eine aufschlussreiche Studie über Prozac gelesen – und da ging mir ein Licht auf. Die Mehrheit unserer Parlamentarier erweckt den Eindruck, Prozac gesteuert zu sein. Selbstsicher, glücklich und zufrieden mit sich und aller Welt höckeln sie in Bern und geben dem scheinbar übermächtigen Drang, sich, das Land und die gesamte Bevölkerung unter Vormundschaft der EU und der UN und deren Organisationen zu stellen, nach.
Die übergroße Sehnsucht der heutigen Landesregierung und einer knappen Mehrheit des Parlamentes, sich einer übergeordneten Instanz unterzuordnen und sich aller Verantwortung zu entledigen, ist kaum anders zu deuten. Die gesunde Streitkultur ist einem geradezu unheimlich anmutenden Aalen in totaler Harmonie gewichen. Die Interessen der Schweiz müssen jenen bizarrer internationalen Organisationen weichen. Das selbstverantwortliche Freiheitsstreben hat sich in totaler Gleichgültigkeit aufgelöst. Jede Aktivität und Kreativität der Bürger wird schon im Aufkommen mit Verboten und Geboten erstickt. Die Dynamik, welche die Fortschrittlichkeit unseres Landes begründet, wird dem Formalismus geopfert. Alles, was den Erfolg der Schweiz ausmacht, soll im Anschluss-Denken enden und nur noch beamteter Machtentfaltung dienen. Hauptsache man kann sich gedankenlos und trunken vor Glück an die anderen lehnen.
Die Prozac Generation im Schweizer Parlament ist scheinbar befreit von Angstzuständen und gibt sich dem wundervollen Glücksgefühl, das von Prozac vermittelt wird, voller Wonne hin.
Jeder aktive Sportler wird auf Doping kontrolliert, jeder, der arbeitet, Motorrad fährt, Fahrrad oder Auto muss damit rechnen, dass ihm die Polizei Blut abzapft, um festzustellen, ob es mit Antidepressiva, Drogen oder Alkohol versetzt ist. Parlamentarier aber werden weder auf Drogen- noch auf Alkoholkonsum oder Doping kontrolliert. Ihnen allein ist es vorbehalten, zugedröhnt, verschnupft oder betrunken zu „arbeiten“ und mit einem lieblich gesäuselten Ja Entscheidungen zu fällen – zum Nachteil ihrer Untertanen.
Vielleicht irre ich mich, vielleicht…
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Das freut besonders die Schweizer
Verfasst von politlukullus am August 12, 2008
In China gibt es einen wachsenden Hunger nach Schokolade. Ob das zu Schweizer Schokolade made in China führen wird, hat Harry Nutt zwar noch nicht herausgefunden. Anzunehmen ist, dass der steigende Bedarf Chinas die Kakaobohnen enorm verteuern wird.
Junge Chinesen, heißt es dieser Tage in einer Meldung aus der Knabberindustrie, lassen immer häufiger und immer lieber süße Schokowaren auf der Zunge zergehen. Zwar machte der chinesische Markt mit einem Jahresumsatz von 600 Millionen Euro bislang nur etwa ein Prozent des Schokoladen-Weltmarktes aus, aber die Geschmacksrichtung stimmt. Die jährlichen Zuwachsraten des chinesischen Süßigkeitenverzehrs liegen zwischen 10 und 15 Prozent. Die Branche hat das gewaltige Potenzial des Olympia-Gastgebers erkannt. Quadratisch, praktisch, gut, dürfte bald wohl auch die chinesische Wegzehrung gebrochen werden. Neben den klassischen Tafeln und Riegeln, heißt es, sei Schokolade in China aber auch als Zutat für Kuchen, Kekse und Eiscreme stark nachgefragt.
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Die komplizierte Geschichte Südossetiens
Verfasst von politlukullus am August 12, 2008
Ulrich M. Schmid schildert die Sicht der Dinge zu den kaukasischen Wirren aus der historischen Perspektive. Dass Russland nicht zimperlich ist, wenn es um seine Interessen geht, dürfte allen bekannt sein.
Der russisch-georgische Krieg ist das Ergebnis langer historischer Kontroversen. Dabei spielen nicht nur sowjetische, sondern auch imperiale Altlasten eine Rolle. Die abchasischen und ossetischen Autonomieansprüche müssen in einem breiteren Spannungsfeld gesehen werden, das von ethnischen, nationalen und konfessionellen Faktoren bestimmt wird.
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